Habe gerade einen interessanten Artikel in der aktuellen Brand eins gelesen. Da geht es um Produkte, handmade in Germany. Ja von einer Renaissance der Manufakturen ist da gar die Rede. In dem Artikel geht es unter anderen um den Lampenbauer Olaf Bormemann aus Berlin Prenzlauer Berg, Etsy und Dawanda. Alle drei haben eins gemeinsam. Sie verkaufen Produkte an wertorientierte Konsumenten mit dem Drang zu wissen, wo die gekaufte Ware herkommt. Für die gibt es sogar einen Namen. Loha. Das heißt soviel wie Lifestyle of Health and Sustainability. Anders ausgedrückt könnte man sagen, diese Menschen pflegen einen Lebensstil der auf Gesundheit und Nachhaltigkeit bedacht ist. Bei den Amis wo der Trend herkommt gibt es um die 50 Millionen Menschen die solch einen Lebensstil bewusst pflegen. Klar sind das meist Leute denen es finanziell nicht so schlecht geht. Den handgemachtes made in Germany hat natürlich auch seinen Preis und kann oder will sich meistens garnicht in eine wie in Deutschland übliche Preisschlacht stürzen. In Deutschland gibt es laut Brand eins noch keine Schätzungen zu dieser Gruppe. Allerdings kann man auf Grund des Bio Booms davon ausgehen, dass auch hier die Gruppe der werteorientierten Konsumenten stark zunehmen wird. Ich glaube man muss sich nicht mal unbedingt direkt zu der Gruppe zugehörig fühlen. Viele Sachen beobachte ich auch an mir selber. Man will sich schon irgendwie gesund ernähren und bevorzugt statt Massenprodukten gerne auch mal etwas Individuelleres. Der 2005 in den USA gegründetet Marktplatz für Selbstgemachtes Etsy, hat innerhalb kürzester Zeit weit mehr als 200.000 registrierte Käufer und mehr als 20000 Anbieter an den Service binden können. In Deutschland ist Dawanda die Nummer eins und vereint rund 3000 Hersteller mit mehr als 60000 Produkten und einen Kundenkreis von 6000 registrierten Nutzern. Auf Gründerszene.de habe ich das Geschäftsmodell schon ausführlicher beleuchtet und Jan hatte mit den beiden Gründern auch schon ein Interview gemacht.
Vergleicht man die Geschäftsmodelle von Etsy und Dawanda mit Ebay, dann wird der unterschied und Trend schnell sichbar. Bei Ebay steht das Produkt und dessen Vermarktung im Mittelpunkt. Bei den Marktplätzen für Selbstgemachtes ist es der Verkäufer und dessen Geschichte. In diesem interessanten Artikel kommt auch Jochen Krisch vom Exciting Commerce Blog als Experte für den Social Commerce zu Wort: “Bei handgemachten Produkte kauft ein Kunde nicht nur ein Produkt, er kauft eine Person und eine Geschichte hinter dem Produkt”, den seiner Meinung nach kann die richtige Geschichte Wunder bewirken.
Da hab ich ja nochmal Glück gehabt. KiSTORY - Die Kiste mit Geschichte scheint voll im Trend zu liegen. Aber ich schwöre. 2004 habe ich von dem Trend noch nichts gewusst. Kann auch sein das es ihn noch gar nicht gab
Es ist schön wenn man seine Gedanken und Ideen irgendwo schriftlich mit Zahlen und Fakten untermauert bekommt. Kann die aktuelle Ausgabe der Brand eins mit dem Schwerpunkt: Mehr Selbstständigkeit nur empfehlen. Wer sie nicht kaufen mag, kann die Artikel ab Oktober auch online nachlesen.
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