Thinkomat - Die Ideenentwicklungsmaschine

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Next07: Enterprise 2.0, Virtuelle Welten und Smava

May 17th, 2007 · Keine Kommentare

Über die next07 Videos hatte ich ja schon mal was geschrieben. Gesagt getan ging es dann auch mal rann. Kumpel hat einen Beamer mitgebracht und wir haben uns Session feeling ins Wohnzimmer geholt. Ist auch ne Lösung wenn man sich das üpige Eintrittsgeld von glaube um die 700 Euronen nicht leisten mag. Wobei ich in Gesprächen schon erfahren hatte, das es nicht wirklich Neues zu erfahren gegeben haben soll. Dafür Kontakte, Kontakte, Kontakte. Auch wichtig. Aber ich finde es trotzdem spannend interessanten Themen zu lauschen. Auch wenn ich diese schon kenne animiert mich ein guter Vortrag dazu mitzuspinnen und weiterzudenken. Die Buzzwörter dazu kennt man vielleicht aber das noch mal näher erläutert zu bekommen regt ungemein die grauen Zellen an.

Satte 29 Videos sind auf next07.de online und die Länge der Panels liegt zwischen 30-60 min. Nicht schlecht wie die das alles an einem Tag runtergespult haben. Einige Sessions verliefen parallel aber das soll den Videogucker nicht weiter stören. Denn der kann es sich ganz in Ruhe aussuchen. Als Zuschauer an dem heimischen Monitor empfiehlt es sich allerdings direkt zu Sevenload zu gehen um die Videos anzuschauen, da sie über die next07 Seite irgendwie nach der Hälfte der Zeit abbrechen. Die Sessions teilen sich neben Begrüßung und Schlusswort in die Themen: Medien 2.0, Brand Wikization, Parallelwelten (Second live und co), Me-business, Innovation Camp und Think Tank auf. Wir waren ca. 4 Stunden am gucken und quatschen (ja Puplikumsdiskussion muss sein) und haben letzendlich so um die 4 Videos geschafft. Wenn uns was nicht gefallen hat dann sind wir natürlich rausegangen. Gestartet sind wir mit Lukasz Gadowski seinem Vortrag zu Me-business. Der war belustigend und man hat fast das Gefühl gehabt das er sich ein wenig mit dem Moderator an der ein oder anderen Stelle gestichelt hat. Hatte zum Beispiel eine Werbefolie für eine Stellenanzeige als solche gekenzeichnet und mit eingefügt. Beim zweiten mal fand das der Moderator nicht mehr so witzig. Naja. Spass muss sein.

Spannender wurde es dann in den Parallelwelten in denen es in einem Vortrag von Rainer Mehl (IBM) um “Geld verdienen in virtuellen Welten ging“. Seiner Meinung nach wird sich das Internet immer mehr in virtuelle 3D Welten entwickeln was vor allem Shopping und so weiter betrifft. Für den Massenmarkt ist aber die Technik noch nicht reif um zum großen virtuellen Gruppeneinkauf zu blasen. Da werden weitaus größere Datenmengen durch die Leitungen gehen müssen als es derzeit der durchschnittliche Internetzugang zulässt. Von den Geräten die man dazu braucht ganz zu schweigen. Ich stelle es mir schon lustig vor wenn man ala “Minority Report” mit einer Brille auf und zwei Hanschuh an mit der Freundin durch virtuelle Einkaufwelten schlendert. Wenn die Technik da ist wird es sowas geben. Da bin ich mir sicher. Bin kein Fan von online abhängen. Dafür mag ich reale soziale Kontakte dann doch zu sehr aber als Spielerei kann ich mir das gut vorstellen.

Hochspannend war auch ein Vortrag aus dem Think Tank von Sören Stamer (Coremedia). Da ging es um das Modell “Enterprise 2.0“. Das heißt wie sich Unternehmen im Zuge des so genannten Mitmachwebs 2.0 verändern müssen um den Zug nicht zu verpassen. Je größer das Unternehmen desto schwieriger ist es natürlich bestehende Strukturen aufzubrechen und radikale Veränderungen herbeizuführen. Gute Beispiele wie das des US Elekronikriesen best buy zeigen aber, dass Veränderungen und Innovationen auch von großen Unternehmen kommen können. Eine super Buch (Das revolutionäre Unternehmen. Garry Hamel)das ich nur jedem empfehlen kann belegt das auch noch einmal mit vielen viele Praxisbeispielen. Der Vortrag von Sören Stamer war aber nicht nur so gut da es ein sympatischer Mensch zu sein scheint, sondern weil er die Veränderung seiner Unternehmenskultur selbst iniziert hat und es auch für ihn ein Lernprozess war und immer noch ist. Man konnte quasi das funkeln in seinen Augen sehen als er darüber gesprochen hat. Und sowas kommt natürlich an. Inzwischen broddelt es in seinem Unternehmen und es bekommt wie er sagt eine Eigendynamik die er nicht mehr aufhalten kann und will. Sehr zu empfehlen.

So. Was gabs noch. Ach ja der Vortrag von Alexander Artopé und seinem Unternehmen Smava war auch recht interessant. Finde das Geschäftsmodell ja sowieso zukunftsweisend und denke das es sehr viel Potential hat. Zum einen können Leute auf diesem Wege unabhängig von Banken an zinsgünstige Kredite kommen (was zwar auch nicht für jeden gut ist) und für Investoren oder Gläubiger hat das Ganze sogar noch einen spielerischen Charakter, da diese sich halt aussuchen können wem und für was sie ihr Geld ausgeben. Insgesamt sind bisher Kredite in Höhe von 60.000 € vergeben wurden. Nicht viel aber das ganze steckt ja noch in den Kinderschuhen. Es soll wohl auch schon soziale Projekte geben. Interessant wäre es auch wenn Kreditgeber in Startups investieren könnten aber dies ist laut Aussage von Alexander derzeit nicht geplant.

Fazit: Es wird auf jeden Fall weitere Homesessions geben, denn etliche Panels warten noch darauf erforscht zu werden. Stay tuned.

Tags: Trends |

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