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Geschäftsmodell “Socken im Abo” von Blacksocks

May 5th, 2007 · 1 Kommentar

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Blacksocks ist ein 1998 gegründetes Unternehmen aus der Schweiz, welches sich mit einem kreativen Ansatz dem Sockenproblem angenommen hat. Wer kennt es nicht. Das Problem, dass sich Socken irgendwie in Luft auflösen, farblich nicht mehr zusammenpassen oder irgendwann kaputt gehen. Meist früher als später und der Zeitpunkt passt natürlich nie. Das kann dann unter Umständen sehr peinlich werden wenn man seine Socken irgendwann mal präsentieren muss. Dem Gründer von Blacksocks ging es ähnlich und das Schlüsselerlebnis veranlasste ihn zu handeln. Seit dem kann man sich mehrere paar Socken pro Jahr nach hause senden lassen. Dabei hat man die Wahl, sich entweder drei, vier oder sechs mal mit je 3 paar Socken im Jahr beglücken zu lassen. Farblich sind die alle gleich und damit ist es ein leichtes die verlorene schwarze Socke zu ersetzen.

Auswählen kann der Kunde zwischen Wadensocken, Kniestrümpfe, Sneaker- oder sogar Cashmere-Seide Socken. Die Zielgruppe sind klar Businessleute die wenig Zeit haben und sich buchstäblich auf die Qualität Ihrer Socken verlassen müssen können. Qualität hat ihren Preis und so kostet zum Beispiel ein Jahresabo von 3×3 Socken 69 €. Da ich ein paar Probesocken geschickt bekommen habe und diese ganz gut mit meinen derzeitigen schwarzen Socken vergleichen kann, sehen sie schon mal sehr hochwertig aus. Es wird sich zeigen wie lange sie halten. In einem Interview von Klaus-Martin Meyer mit einem der Gründer von Blacksocks bestätigt Klaus-Martin die Qualität der Socken, da er sie jetzt schon im 5. Jahr trägt. Ist ja schon mal nicht schlecht.

An dem Geschäftsmodell finde ich gut, dass es aus einem Problem heraus entstanden ist. Das so genannte Sockenproblem. Der Kunde hat also einen direkten Nutzen durch Blacksocks. Natürlich könnte man auch in den Laden gehen und sich ein 10´er Pack Socken holen. Aber damit ist das Problem leider nicht gelöst. Denn wo findet man bitte schön ein halbes Jahr später wieder genau die selben Socken, um Verwechslungsgefahr und Schwund nach der Wäsche auszuschließen. Gestaltet sich schwierig und von daher finde ich die Lösung von Blacksocks für die, die sich´s leisten können und wollen gut. Das haben sich auch andere Gründer gedacht und deshalb ist die Idee etliche Male kopiert wurden. Blacksocks nimmts locker und veröffentlichen auf Ihrer Webseite gleich mal eine Liste mit allen Kopierern.

Blacksocks hat seit 1998 mehrere Auszeichnungen und Gründerpreise bekommen. Interessant finde ich auch die Aussage von Gründer Samy Liechti im oben erwähnten Interview im interview blog auf die Frage zur aktuellen Gründerwelle. Mit fast 10 Jahren Gründererfahrung zählt er ja quasi zu den Internetveteranen der ersten Stunde und konnte sein Unternehemen auch erfolgreich durch die Krise nach 2000 steuern. Er ist davon überzeugt das es eine starke Idee braucht die dem Kunden auch wahren Nutzen bringt. Diesen Nutzen gilt es dann zu betonen und immer wieder aufs Neue herauszustellen. Das finde auch ich einen wichtigen Punkt und wenn man sich ein paar derzeitige Geschäftsmodelle anschaut dann fällt es schwer diesen Nutzen auf Anhieb zu erkennen.

Meine Testbestellung verlief ohne Probleme und war im Shop leicht zu handeln. Besonders viel mir positiv die sofortige Möglichkeit der Sendungsverfolgung auf. Nach 2-3 Tagen lagen dann die Socken auch schon in meinem Briefkasten und warten auf ihren ersten Einsatz. Auch die lockere Kommunikation in dem beigelegten Anschreiben gefiel mir gut.

So kann man z.B. lesen:

“Es ist nicht nötig, dass Sie das Leben Ihrer soeben eingetroffenen Socken bereits aufs Spiel setzen und Sie mit der Schere, einem Messer oder anderen Spitzen Gegenständen bedrohen. Die Etikette lässt sich schnell und leicht entfernen, indem Sie am Faden ziehen, mit welchem sie befestigt ist.”

Da löst man quasi ein Problem im Problem. Denn auch ich hab schon einmal fast die Socken zerstört beim Versuch sie auseinander zu bekommen. Also. Ein hoch auf meine neuen Socken. Mögen sie ewig leben.

Tags: Gründernews |

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