Klingt erstmal nach dem Idealfall der Selbstständigkeit. Frei wie ein Vogel. Keine Stechuhr oder ein Chef der auf die Uhr schauend in der Tür steht. Das Modell der Gleitzeit war gestern. Wenn ich heute nicht kommen will, komme ich nicht. Steht ein verlängertes Wochenende an, dann nehm ich mir die Zeit. Inhalte von Meetings, kann ich mir von Kollegen berichten lassen und und und. Nur eins ist wichtig. Das ich meine Arbeit mache. Schlaraffenland? Nö. Es handelt sich hier um ein neues Personalmodell der Elektronikkette Best buy aus den USA. Lesen kann man darüber in der aktuellen Ausgabe der Brand eins. Der Schwerpunkt ist nämlich Ideenwirtschaft. Kreativität, mal was anders machen halt. Das ganze ist derzeit noch ein Pilotprojekt und in der Testphase. Aktuelle Ergebnisse stehen noch aus. Fakt ist aber schonmal, dass die Mitarbeiterfluktation um bis zu 90 % zurückgegangen und die Produktivität gestiegen.
Äußerst interessant fand ich auch den Werdegang der zwei Damen die die Idee dazu hatten. Die haben sich nämlich kurzerhand mit diesem Geschäftsmodell selbstständig gemacht und betreuen dieses Modell jetzt aus einem Büro, welches sie natürlich gleich von Best buy zur Verfügung gestellt bekommen haben. Das Unternehmen heißt CultureRx und hat inzwischen schon Verhandlungen mit anderen Großunternehmen aufgenommen. Diese sind nicht nur in den USA zu finden sondern auch in Südamerika, Frankreich und Australien. Not bad. Wie es sich gehört wird es demnächst auch ein Buch von ihnen geben und Seminare für jederman sind schon am laufen. Warum nicht. Wer die Idee hat muss sich vor dem Erfolg nicht fürchten sag ich da.
1 Antwort bis jetzt ↓
1 Next07: Enterprise 2.0, Virtuelle Welten und Smava | Thinkomat - Die Ideenentwicklungsmaschine // May 17, 2007 at 12:14
[...] Hochspannend war auch ein Vortrag aus dem Think Tank von Sören Stamer (Coremedia). Da ging es um das Modell “Enterprise 2.0“. Das heißt wie sich Unternehmen im Zuge des so genannten Mitmachwebs 2.0 verändern müssen um den Zug nicht zu verpassen. Je größer das Unternehmen desto schwieriger ist es natürlich bestehende Strukturen aufzubrechen und radikale Veränderungen herbeizuführen. Gute Beispiele wie das des US Elekronikriesen best buy zeigen aber, dass Veränderungen und Innovationen auch von großen Unternehmen kommen können. Eine super Buch (Das revolutionäre Unternehmen. Garry Hamel)das ich nur jedem empfehlen kann belegt das auch noch einmal mit vielen viele Praxisbeispielen. Der Vortrag von Sören Stamer war aber nicht nur so gut da es ein sympatischer Mensch zu sein scheint, sondern weil er die Veränderung seiner Unternehmenskultur selbst iniziert hat und es auch für ihn ein Lernprozess war und immer noch ist. Man konnte quasi das funkeln in seinen Augen sehen als er darüber gesprochen hat. Und sowas kommt natürlich an. Inzwischen broddelt es in seinem Unternehmen und es bekommt wie er sagt eine Eigendynamik die er nicht mehr aufhalten kann und will. Sehr zu empfehlen. [...]
Hinterlasse ein Kommentar