Notizbucheintrag vom 26.01.07
Problem:
Mir geht es oft so, dass ich neue Produkte oder Services im Internet finde die ich mal ausprobieren müsste. Oftmals fehlt aber die Zeit um sich intensiv damit auseinander zusetzen. Ganz anders ist es da doch wenn eine Person mir das empfiehlt und sagt das musst du dir mal anschauen. Das ist dann wie ein Vorfilter der ein wenig Licht in den Dschungel da draußen bringt. Dem kann ich vertrauen und der nimmt mir jede Menge Arbeit ab. Wenn mir also ein Vorfilfter das Leben leichter macht, warum dann nicht mal darüber nachdenken einen zu erzeugen den Otto Normalverbraucher nutzen kann im Netz?
Idee:
Also. Letztens ging es mir so mit einem neuen Online Mag. Das muss man schon einiges lesen um sich ein Qualitätsurteil erlauben zu können. Weiß leider nicht mehr wie es hieß. War irgendwie über StudiVZ angepriesen wurden. Von ein paar Studenten gemacht und mit Blogbeiträgen usw. als Inhalt. Klang alles schon mal nicht schlecht. Jetzt kommt es. Ich hätte gern eine Seite auf die ich mit dem Namen des Mags gehen und nach Empfehlern suchen kann. Als Ergebnis der Suche werden mir positive und negative Emfehlungen und deren Empfehler angezeigt. Gut und böse wird gegeneinander ausgezählt und heraus kommt eine Gesamtbewertung des Produkts oder in meinem Falle des Mags. Aber wo kommen die Empfehlungen her?
Die größte und loyalste Gruppe der Empfehler sind die Blogger. Überall wird fleißig und freiwillig geschrieben und bewertet. Es werden Produkte auseinander genommen und anschließend knallhart beurteilt. Das Modell sich Blogpost´s bezahlen zu lassen wird ja bereits in der “Alpha” Phase von dem Anbieter trigami ausprobiert. Dort beauftragen Marketer Blogger über sie oder ihre Produkte zu schreiben. Diese haben redaktionelle Freiheit und bekommen Geld dafür.
Bei dem Ansatz den ich mir überlege braucht niemand sich von irgend jemandem beauftragen zu lassen. Blogger schreiben sowieso über ein Produkt wenn es ihnen gefällt oder nicht. Man müsste ihnen nur ermöglichen ihre Empfehlung an dieses Empfehlungsportal weiterleiten zu können. Blogger müssten sich dort vorher ein Profil einrichten und können dann jeden Blogpost der irgendwie eine Empfehlung für ein Produkt enthält automatisch in ihrem admin Bereich bewerten und per Mausklick als Empfehlung an das Empfehlungsportal übertragen.
Leute wie ich sehen dann, haha Blogger xy hat das online mag empfohlen. Ich kann schauen ob ich diesen Empfehler kenne oder wie in andere hinsichtlich Vertrauenswürdigkeit bewertet haben. Vertrauen spielt bei der ganzen Sache eine wichtige Rolle und müsste durch ein gegenseitiges Bewertungssystem halbwegs gesichert werden. Der Blogger könnte ja auch einfach im Namen eines Unternehmens bloggen und das wollen wir ja nicht. Ehrliche Meinungen sind gefragt. Ich könnte mir zum Beispiel auch Vertrauenspersonen anlegen und somit mehrere Vorfilter mein eigen nennen.
Bei trigami gibts cash gegen bloggen. Was gibts beim Empfehlungsnetzwerk 2.0?
- Erstmal kann der Blogger unabhängig seine Empfehlungen der großen weiten Welt mitteilen und anderen damit eine Hilfestellung geben
- Warum sollten sie das machen? Chris Anderson nennt das in seinem Buch The Long Tail “The Reputation Economy”. Die meisten Blogger schreiben über etwas von Wert weil sie es wollen und erwarten sogar kein Geld dafür. Einfach um sich mitzuteilen.
- Im Empfehlungsnetzwerk können Empfehlungen aber auch bewertet werden. Wenn ich im nachhinein zufrieden bin mit meinem Online Mag weil es mir ein oder mehrere Blogger richtig empfohlen haben, lasse ich denen auch ein paar Bewertungspunkte zukommen und ihr “Reputation” steigt in der Community. Sie bekommen Aufmerksamkeit für ihren Blog
- Letztendlich müsste man noch einen Weg finden wie der Blogger damit auch was verdienen könnte. Ich erinnere an Generation (C)ash. Den Nutzern des Empfehlungsnetzwerk ist ja schon geholfen. Die haben einen Vorfilter und sparen damit Zeit. Es geht ja um Produkte und Services. Also um Unternehmen, Marketing, Sales usw. Die Blogger unterstützen dabei unabhängig und freiwillig den Verkauf oder die Nutzung von deren Produkten. Es könnte so etwas wie Partner des Empfehlungsnetzwerkes geben. Führen viele Empfehlungen zum Kauf dieses Produktes oder Services dann werden die beteiligten Empfehler anteilig entlohnt. Müsste man irgendwie tracken können. Wenn ich mir zum Beispiel dieses Mag aufgrund der Empfehlung aboniere bekommt der Empfehler seinen Anteil als eine Art Provision. Das wäre doch fair
Bewertung:
Diese Idee wäre doch irgendwie eine Erleichterung beim auffinden von richtig guten Sachen und zwar auf die Art und Weise wie es viele Leute sowieso am liebsten haben. Auf Empfehlung. Warum sollte man sich da nicht das Meer an Beiträgen und Kommentaren da draußen zu nutze machen, diese nach einem Mechanismus bündeln und filtern, um es dann denen die auf der Suche sind zur Verfügung zu stellen. Fänd ich gut.
1 Antwort bis jetzt ↓
1 steveo // Mar 24, 2007 at 09:51
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